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2012: Schweizer Filme an allen Top-Festivals
Manuel von Stürler mit Trophäe am Europäischen Filmpreis auf Malta.
Bild: Reuters

2012: Schweizer Filme an allen Top-Festivals


An allen der weltweit wichtigsten Filmfestivals waren im Jahr 2012 Schweizer Filme präsent, bilanziert die Promotionsagentur SWISS FILMS. Am erfolgreichsten unterwegs sind «Sister», «Hiver nomade» und «More Than Honey». Über 100 lange und kurze Filme holten Auszeichnungen und gewannen Preisgelder im Wert von insgesamt über CHF 440'000. SWISS FILMS unterstützte die Festivalteilnahmen mit Beratung, Networking und finanziellen Beiträgen. Darüber hinaus machte die Promotionsagentur mit 25 Schweizer Filmprogrammen einzelne Filmschaffende und ihre Werke im Ausland bekannt. Dabei stand der Kontinent Lateinamerika im Vordergrund, während in Russland der Auftakt für eine engere Zusammenarbeit für 2013 stattfand.

An den 12 weltweit wichtigsten Top-Festivals in Berlin, Cannes, Karlovy Vary, Locarno, Mar del Plata, Montreal, Park City (Sundance), San Sebastian, Shanghai, Toronto, Venedig und Warschau feierten Schweizer Produktionen ihre Premieren. Der Spielfilm «Opération Libertad» setzte sich in Cannes in der Quinzaine des Réalisateurs durch, während die Erstlinge «Tutti Giù» in Locarno und «Annelie» in Busan überraschten. Mit dem in Berlin mit einem Silbernen Bären ausgezeichneten Spielfilm «Sister» schickt die Schweiz einen Kandidaten mit ernsthaften Chancen auf eine Nominierung ins Oscar-Rennen. «Der Beliebtheitsrekord bei den Dokumentarfilmen – sie vereinigen die rekordverdächtige Zahl von über 400'000 Eintritten im Kino in der Schweiz – spiegelt sich deutlich im internationalen Erfolg», stellt SWISS FILMS Direktor Micha Schiwow fest: «Filme wie «Die Kinder vom Napf», «The End of Time», «Die Wiesenberger», «More Than Honey», «Virgin Tales» und der mit dem Europäischen Filmpreis gekrönte «Hiver Nomade» stellen die Weltklasse des Schweizer Dokumentarfilmschaffens unter Beweis».

Unterstützung der Festivalteilnahmen trägt Früchte
Erweitert man den Kreis auf die 50 wichtigsten Festivals, so zeigt sich: 106 Schweizer Filme (2011: 97) waren dort in die Hauptsektionen eingeladen, einige an mehrere Veranstaltungen (Übersicht I). Dabei handelt es sich um 26 Spiel-, 33 Dokumentar- und 47 Kurzfilme – inklusive 18 Animationsfilme. Eine deutliche Zunahme gegenüber 2011 ist bei den Dokumentarfilmen zu verzeichnen – von 25 auf 33. Neben den Erstaufführungen der neusten Produktionen waren zahlreiche Filme aus dem Vorjahr an wichtige internationale Festivals eingeladen.

Filmprogramme sorgen für internationales Renommee
Zahlreiche Filmfestivals erwiesen sich auch 2012 als ideale Plattformen für Filmprogramme, die einzelne Filmschaffende und ihre Werke bekannt machen. SWISS FILMS hat 25 Filmprogramme initiiert, die 266 Filme von 166 Filmschaffenden umfassten (Übersicht III). Während SWISS FILMS auch 2012 schwerpunktmässig auf Lateinamerika setzte, war das Animationsfestival «Big Cartoon» in Moskau der Auftakt für eine Schweizer Präsenz in Russland, die sich im kommenden Jahr an verschiedenen Orten zeigen wird. Highlights waren die Hommagen an Fernand Melgar in Argentinien und an Juan José Lozano in Bogotá. Den arrivierten Regisseuren Tanner, Veuve und Dindo waren ebenso Retrospektiven gewidmet wie dem jungen Filmschaffen aus der Romandie, für welches Ursula Meier, Lionel Baier, Jean-Stéphane Bron und Frédéric Mermoud stehen. Die Animationsfilmschaffenden Georges Schwizgebel und Isabelle Favez hatten ebenfalls grosse Auftritte mit ihrem Werk.

Preissegen
26 Spielfilme, 25 lange Dokumentarfilme und 65 Kurzfilme – davon 23 Trickfilme – wurden 2012 bis Ende November an internationalen Festivals in der Schweiz und im Ausland prämiert. Diese 116 Filme erhielten 258 Auszeichnungen und Preisgelder im Wert von insgesamt rund CHF 440'000 (Übersicht II). Die Nominationsgelder für den Schweizer Filmpreis 2012 sind dabei nicht berücksichtigt. Im Vergleich zum Vorjahr sind eindeutig mehr Spielfilme ausgezeichnet worden – 26 statt 19. Besonders erfolgreich sind auch hier der Spielfilm «Sister» und der Dokumentarfilm «Hiver nomade», sowie bei den Koproduktionen der italienisch-schweizerische Film «L’intervallo». Bei den Kurzfilmen sind die Preisabräumer «Einspruch VI» und «L'ambassadeur & moi», welche beide eine Nomination für den Europäischen Filmpreis und die meisten Festivaleinladungen erhielten. Mit «Os vivos tambem choram» war erneut ein Schweizer Kurzfilm in Cannes zu sehen. Vorneweg waren bei den Animationsfilmen «Bon voyage», «Romance» und «Der kleine Vogel und das Blatt». Mehrere 2011 fertiggestellte Filme setzten ihre Karrieren fort und gewannen Preise, so «Abrir puertas y ventanas», «Der Verdingbub», «Vol spécial» und «The Substance». Insbesondere für die Dokumentarfilme, die rund 30% der Preisgelder und Sachleistungen generierten und für die Kurzfilme, die rund 60% erwirtschaften, stellen Preise eine nicht zu unterschätzende Zusatzfinanzierung dar.

Die Promotionsagentur SWISS FILMS unterstützte die Präsenz der Schweizer Filme an ausländischen Filmfestivals mit Beratung und Networking, mit Promotionsbeiträgen von insgesamt CHF 250’000 und mit dem Ankauf von international einsetzbaren Kopien im Wert von CHF 106'000.

Zürich, 11. Dezember 2012

Übersicht I: Schweizer Filme in den Hauptsektionen wichtiger internationaler Filmfestivals 2012 PDF               

Übersicht II: Auszeichnungen für Schweizer Filme an internationalen Festivals 2012 PDF

Übersicht III: Filmprogramme 2012 PDF

 
 

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