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Leipzig – ein grosses Schaufenster für Filme aus der Schweiz
«L’escale» von Kaveh Bakhtiari

Leipzig – ein grosses Schaufenster für Filme aus der Schweiz


Schweizer Dokumentar- und Animationsfilme sind mit einer beeindruckenden Anzahl am traditionsreichen Leipziger Filmfestival vertreten. Dem Cineasten Peter Liechti ist eine Hommage gewidmet. Der bereits preisgekrönte Dokumentarfilm «L’escale» sowie vier Schweizer Animationsfilme sind im Rennen um Goldene Tauben.

Das 56. Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (28. Oktober bis 3. November 2013) zeigt 17 Schweizer Produktionen. Im Wettbewerb für junges dokumentarisches Kino läuft «L’escale» von Kaveh Bakhtiari – vorgestellt vom Produzenten Heinz Dill. Der Film über das zermürbende Warten iranischer Migranten in Athen ist einer der elf Beiträge in dieser Sektion und setzt hier seine beachtliche internationale Karriere fort (vgl. News von SWISS FILMS vom 8. Oktober 13).

Goldene Taube für die beste Animations-Doku?
Als erstes Festival führt das Leipziger einen Hauptpreis – eine Goldene Taube – für den besten animierten Dokumentarfilm ein. Die Schweizer Kathrin Hürlimann und Marcel Barelli stellen ihre Animations-Dokus dem Publikum persönlich vor: im biografischen Film «Grandpère» mischt Hürlimann Animation mit historischen Dokumenten, und Barelli («Gypaetus Helveticus») erzählt in «Vigia» von einer Biene, die einen angenehmeren Lebensort sucht. Neun Filme konkurrieren um die Auszeichnung als beste Animations-Doku.

Zweimal Wettbewerb Animationsfilm
Im internationalen Animations-Wettbewerb präsentiert Mauro Carraro mit «Hasta Santiago» eine Reise auf dem Jakobsweg. «Plug & Play» von Michael Frei ist ebenfalls im Rennen um eine Goldene Taube. «Frühzug» von Delia Hess, «Ransom» von Dustin Rees, «The Kiosk» von Anete Melece und «The Smortlybacks» von Ted Sieger und Wouter Dierickx runden die Schweizer Animationspräsenz in Leipzig ab.
 
Offene Versuchsanordnung
Peter Liechti ist seit vielen Jahren ein gern gesehener Gast des Leipziger Festivals. Die Hommage mit dem Titel «Offene Versuchsanordnung» spannt den Bogen von «Signers Koffer» (1996) über «Hans im Glück» (2003) und «The Sound Of Insects» (2009) zu seinem aktuellen Film «Vaters Garten». Liechti gibt eine Master Class.

Reise zum sichersten Ort
Die langen Dokumentarfilme «Die Reise zum sichersten Ort der Erde» von Edgar Hagen –der soeben seine Weltpremiere in Hof hatte – und «Zum Beispiel Suberg» von Simon Baumann, der mittellange Dok-Film «Elégie pour un phare» von Dominique de Rivaz und der kurze Film «Keine Anzeichen» von Muriel Kunz sind im non-kompetitiven Programm an Deutschlands grösstem Festival für Dokumentarfilme zu sehen. Die Dokumentarfilm-Regisseure sind vor Ort.

Verkaufsplattform für Schweizer Dokumentarfilme
In den fünf Wettbewerbskategorien konkurrieren insgesamt 88 Filme aus 34 Ländern um Auszeichnungen von insgesamt fast 70'000 Euro. Das Festival organisiert zusätzlich den Dok-Market, eine für Schweizer Dokumentarfilme wichtige Verkaufsplattform.

Zürich, 24. Oktober 2013

 
 

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