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Zucchini Superstar und Frauenpower am Schweizer Filmpreis 2017
Marie Leuenberger in «Die göttliche Ordnung» von Petra Volpe

Zucchini Superstar und Frauenpower am Schweizer Filmpreis 2017


Der mehrfach international ausgezeichnete Animationsfilm «Mein Leben als Zucchini» von Claude Barras wurde am Schweizer Filmpreis als bester Spielfilm geehrt. Der Schweizer Erfolgsfilm gewann zudem den Preis für die Beste Filmmusik (Sophie Hunger) sowie den Spezialpreis der Akademie. Auch der Spielfilm «Die göttliche Ordnung» von Petra Volpe über den Kampf um das Frauenstimmrecht in der Schweiz erhielt drei Trophäen. Der Dokumentarfilm «Cahier africain» von Heidi Specogna wurde zweifach prämiert. Diese drei Schweizer Filme dominierten die 20. Ausgabe des Schweizer Filmpreises.

Nach einer einzigartigen internationalen Erfolgsgeschichte wurde Regisseur Claude Barras für «Mein Leben als Zucchini» («Ma vie de Courgette») nun auch in seiner Heimat geehrt: er konnte am Schweizer Filmpreis 2017 die Trophäe in der Kategorie Bester Spielfilm entgegennehmen. Sophie Hunger, die für ihre Filmmusik von «Mein Leben als Zucchini» bereits für einen César nominiert war, erhielt den Preis für die Beste Filmmusik. Ausserdem wurde der Film von der Akademie mit dem Spezialpreis für das Casting und die Schauspielführung prämiert. «Mein Leben als Zucchini» (Rita Productions) wurde im Februar in Paris mit dem César für den besten langen Animationsfilm und für die beste Buchadaption ausgezeichnet. Neben zahlreichen Preisen an Festivals hat der Film auch den Europäischen Filmpreis als bester Animationsfilm erhalten, zudem war er für einen Golden Globe sowie für einen Oscar nominiert. «Mein Leben als Zucchini» wurde in über 50 Länder verkauft (World Sales: Indie Sales).

«Die göttliche Ordnung» am Tribeca Film Festival

Der siebenfach nominierte Spielfilm «Die göttliche Ordnung» von Petra Volpe (Zodiac Pictures) erhielt die Preise für Bestes Drehbuch (Petra Volpe), Beste Darstellerin (Marie Leuenberger) und Beste Darstellung in einer Nebenrolle (Rachel Braunschweig). Volpes Film über den Kampf um das Frauenstimmrecht in der Schweiz feiert am 21. April im Internationalen Wettbewerb des renommierten Tribeca Film Festival (International Narrative Competition) in New York seine internationale Premiere. Im August kommt der Film in Deutschland und Österreich in die Kinos (World Sales: Trust Nordisk).

Bester Dokfilm «Cahier africain» auch im Rennen um eine Lola

Der bereits mehrfach international preisgekrönte Dokumentarfilm «Cahier africain» von Heidi Specogna (PS Film GmbH) wurde am Schweizer Filmpreis zweifach prämiert. «Cahier africain» erhielt die Trophäe für den Besten Dokumentarfilm, die Auszeichnung für die Beste Montage ging an Kaya Inan, der bereits 2016 für die Montage in «Above And Below» geehrt wurde. Die schweizerisch-deutsche Koproduktion ist auch am Deutschen Filmpreis für eine Lola in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert. Der Film über die Folgen von Kriegsverbrechen in der Zentralafrikanischen Republik wurde am Festival del film Locarno im Rahmen der Semaine de la Critique ausgezeichnet, am Festival DOK Leipzig 2016 erhielt er die Silberne Taube (World Sales: Rushlake Media).

Trophäe für Bester Darsteller und Ehrenpreis an Bruno Ganz

Bruno Ganz wurde sowohl als bester Darsteller in «Un Juif pour l‘exemple» von Jacob Berger als auch für sein filmisches Gesamtwerk mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. 

«Aloys» von Tobias Nölle (Hugofilm Productions) wurde für die Beste Kamera ausgezeichnet und je eine Trophäe erhielten die beiden Kurzfilme «Bon voyage» von Marc Raymond Wilkins (Dschoint Ventschr) und «La femme et le TGV» von Timo von Gunten (arbel gmbh). Beide Kurzfilme standen dieses Jahr auch auf der Oscar-Shortlist in der Kategorie Live Action Short Film, «La femme et le TGV» erhielt eine Nomination und hat die Schweiz gemeinsam mit «Ma vie de Courgette» an den Oscars vertreten.

Der Schweizer Filmpreis ist ein Engagement des Bundesamtes für Kultur. Er wird von den Partnern SRG SSR und der Association Quartz Genève Zürich mitgetragen und in Zusammenarbeit mit SWISS FILMS, der Schweizer Filmakademie und den Solothurner Filmtagen organisiert.

SWISS FILMS, 24.03.2017

 

Preisträgerinnen und Preisträger Schweizer Filmpreis 2017

Bester Spielfilm:
MEIN LEBEN ALS ZUCCHINI Claude Barras, Rita Productions
Bester Dokumentarfilm:
CAHIER AFRICAIN, Heidi Specogna, PS Film GmbH
Bester Kurzfilm:
BON VOYAGE, Marc Raymond Wilkins, Dschoint Ventschr
LA FEMME ET LE TGV, Timo von Gunten, arbel
Bester Animationsfilm:
AU REVOIR BALTHAZAR, Rafael Sommerhalder, Freihändler Filmproduktion
Bestes Drehbuch:
DIE GÖTTLICHE ORDNUNG (Petra Volpe)
Beste Darstellerin:
Marie Leuenberger (Nora) in DIE GÖTTLICHE ORDNUNG
Bester Darsteller:
Bruno Ganz (Arthur Bloch) in UN JUIF POUR L'EXEMPLE
Beste Darstellung in einer Nebenrolle:
Rachel Braunschweig (Theresa) in DIE GÖTTLICHE ORDNUNG
Beste Filmmusik:
MEIN LEBEN ALS ZUCCHINI (Sophie Hunger)
Beste Kamera:
ALOYS (Simon Guy Fässler)
Beste Montage:
CAHIER AFRICAIN (Kaya Inan)
Bester Abschlussfilm:
DIGITAL IMMIGRANTS, Norbert Kottmann & Dennis Stauffer, ZHdK
Ehrenpreis:
Bruno Ganz, filmisches Gesamtwerk
Spezialpreis der Akademie:
Marie-Eve Hildbrand, Casting & Schauspielführung in
MEIN LEBEN ALS ZUCCHINI

Schweizer Filmpreis 2017

 
 

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