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Erste Klappe für Rolando Collas Adoleszenzdrama «Giochi d’estate»
Der Dreh der schweizerisch-italienischen Koproduktion «Giochi d’estate», die die Zürcher Firma Peacock Film initiiert hat, beginnt. Der 53-jährige Italoschweizer Rolando Colla erzählt von den nicht ganz harmlosen Spielen zweier Jugendlicher auf der Suche nach ihrer eigenen Identität. Der vom Bundesamt für Kultur, der Zürcher Filmstiftung und Eurimages geförderte Film wird bis Mitte August in der Toscana gedreht. In den Hauptrollen spielen die italienischen Schauspieler Alessia Barella, Antonio Merone und die in Lugano geborene Roberta Fossile. Die Kamera führt der mit dem «Quartz» 2009 des Besten Kurzfilms ausgezeichnete Schweizer Lorenz Merz.
Für die beiden zwölfjährigen Nic und Marie gerät das Leben aus den Fugen, als sie die Sommerferien am Meer verbringen: Während Nics Eltern in einer tiefen Ehekrise stecken, sehnt sich die aus Genf angereiste Marie nach ihrem unbekannten italienischen Vater. Was wie ein Spiel beginnt, nimmt bald dramatische Wendungen und den Kindern wird verboten, sich weiterhin zu treffen. Als Sohn italienischer Immigranten in der Schweiz, beschäftigt sich Rolando Colla in allen seinen Filmen mit der Thematik des Fremdseins, der Ausgrenzung und der Integration. Neben den drei langen Spielfilmen «Le monde à l'envers» (1998), «Oltre il confine» (2002) und «L'autre moitié» (2007) inszenierte er unter dem Titel «Einspruch» fünf Kurzfilme, die er als Manifest gegen die menschenunwürdige Immigrationspolitik konzipierte.
Zürich, 29. Juni 2010










