Daniel Schmid - Jurypräsident des Schweizer Filmpreises 2003

02.08.2002

David Streiff, Direktor des Bundesamtes für Kultur (BAK), gab anlässlich des traditionellen BAK-Apéros in Locarno die Zusammensetzung der Jury des Schweizer Filmpreises 2003 bekannt: Diese wird vom international bekannten und anerkannten Schweizer Opern- und Filmregisseur Daniel Schmid präsidiert. Der Jury gehören folgende Persönlichkeiten an: Die Unternehmerin Christa Saredi, der deutsche Filmpublizist Peter W. Jansen, die Filmtechnikerin und ehemalige Verantwortliche für die selektive Filmförderung beim Bundesamt für Kultur Madeleine Fonjallaz, Luciano Rigolini Kunstphotograph und Commissioning Editor bei ARTE France sowie Luis Bolliger Leiter der Satellitenprogramme SF DRS/3sat. Ein(e) noch zu bestimmende(r) SchauspielerIn komplettiert die siebenköpfige Jury. Die Preise werden am Mittwoch 22. Januar 2003 in Solothurn verliehen.
Daniel Schmid, 1941 in Graubünden geboren und aufgewachsen, studierte in Berlin Geschichte, Journalismus und Film (dffb). In Berlin lernte er u.a. Fassbinder und Ingrid Caven kennen. Seine ersten Filme entstanden in diesem Kreis in den frühen siebziger Jahren, in den 80er kamen Opern-Inszenierungen am Grand Théâtre de Genève und am Opernhaus Zürich dazu. Filme wie «La Paloma», «Il Bacio di Tosca», «Zwischensaison» («Hors saison»), «Das geschriebene Gesicht» («The Written Face») und «Beresina oder Die letzten Tage der Schweiz» sind – oft mit ihm – um die ganze Welt gereist. Als der mit Geraldine Chaplin, Elena Panova, Martin Benrath und Ulrich Noethen prominent besetzte Film «Beresina» auf der Piazza Premiere feierte, erhielt Schmid den Ehrenleoparden von Locarno für sein Schaffen. Zur Zeit arbeitet er an einem neuen Projekt mit T & C Film, Zürich.

Der 1998 ins Leben gerufene Schweizer Filmpreis ehrt herausragende schauspielerische und filmische Leistungen und ist zu einem wichtigen Faktor in der schweizerischen Filmkulturlandschaft geworden. Ausgezeichnet wird in fünf Kategorien. Die seit dem Jahr 2000 eingeführten Preise für die «Beste Darstellerin» und den «Besten Darsteller» sind mit je 15'000 Franken dotiert. 20'000 Franken gehen an den «Besten Kurzfilm» und je 50'000 Franken an den «Besten Spielfilm» und den «Besten Dokumentarfilm».

Mit dem Schweizer Filmpreis 2002 ausgezeichnet wurden Andrea Guyer und Carol Schuler für ihre Rollen in «Lieber Brad» und Michael Finger für sein Spiel in «Utopia Blues». Den Preis für den besten Spielfilm erhielt Stefan Haupt für «Utopia Blues». Vadim Jendreyko wurde für seinen Dokumentarfilm «Bashkim» prämiert. Der Preis für den besten Kurzfilm ging an den Animationsfilm «La jeune fille et les nuages» von Georges Schwizgebel.

Die Nominationen stellen die Trägerorganisationen auf. Das sind: das Bundesamt für Kultur, die SRG SSR idée suisse, das Festival internazionale del film Locarno, das internationale Filmfestival Visions du Réel in Nyon, die Solothurner Filmtage und das Schweizerische Filmzentrum in Zusammenarbeit mit der Kurzfilm Agentur Schweiz und der Schweizerischen Kulturstiftung für Audiovision. Die Geschäftsführung liegt beim Schweizerischen Filmzentrum. Die Bekanntgabe der Nominationen für den Filmpreis 2003 erfolgt Ende November 2002.

Weitere Auskünfte:

Ursula Hartenstein, Presseattachée des Schweizerischen Filmzentrums

Tel: 061/681 41 01 Fax: 061/681 41 01, e-mail: u.hartenstein@filmnet.ch

Zürich, den 2. August 2002
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