Europäischer Filmpreis 2010: Schweizer Erfolgsfilm «Giulias Verschwinden» und Godards «Film Socialisme» im Rennen um die Nominationen

«Giulias Verschwinden» von Christoph Schaub und Godards «Film Socialisme» stehen auf der Auswahlliste für den Europäischen Filmpreis 2010, welche die Europäische Filmakademie am 10. September bekannt gegeben hat.

10.09.2010

«Giulias Verschwinden» von Christoph Schaub (Prod. T&C Film, Zürich) und «Film Socialisme» von Jean-Luc Godard (Prod. Vega Film, Zürich) stehen auf der Auswahlliste für den Europäischen Filmpreis 2010, welche die Europäische Filmakademie (EFA) am 10. September bekannt gegeben hat. Insgesamt 46 europäische Filme sind dieses Jahr für die Nominationen in den verschiedenen Kategorien zulässig. Die von den rund 2’000 Mitgliedern der European Film Academy in den nächsten zwei Monaten vorgenommenen Nominationen werden am 6. November im Rahmen des Filmfestivals in Sevilla bekannt gegeben. Die Preisverleihung findet am 4. Dezember in Tallinn (Estland) statt.

Die Komödie «Giulias Verschwinden», welche auf einem Drehbuch von Starautor Martin Suter basiert, feierte seine Premiere 2009 auf der Piazza Grande in Locarno und erhielt dort den Publikumspreis. Der Film lief sowohl in der Schweiz (195'000 Eintritte) wie in Deutschland und Österreich äusserst erfolgreich, wo ihn mehr als eine viertel Million Zuschauer gesehen haben. Der Ensemblefilm mit Corinna Harfouch in der Titelrolle sowie den bekannten Schweizer Schauspielern Bruno Ganz, Sunnyi Melles, André Jung und Stefan Kurt in wichtigen Rollen, ist von der Mehrheit der Schweizer Mitglieder der Filmakademie für die Nominationen vorgeschlagen worden. In den zwanzig Ländern mit den meisten Mitgliedern - dazu zählt die Schweiz - wird ein Film direkt von den Mitgliedern bestimmt.

Godards «Film Socialisme», der seine Uraufführung in Cannes feierte, hat der Vorstand der Filmakademie auf die Auswahlliste gesetzt.

Die europäischen Filmpreise werden in 16 Kategorien verliehen. Zu den Hauptkategorien zählen die Preise für «Bester Europäischer Film», «Bester Europäischer Regisseur», «Beste Europäische Schauspielerin», «Bester Europäischer Schauspieler» und «Bestes Europäisches Drehbuch». Der Schweizer Cineast Peter Liechti gewann 2009 den Prix ARTE des «Besten Dokumentarfilms» für seinen Film «The Sound of Insects».

Zürich, 10. September 2010

 

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