Sechs Schweizer Filme gewinnen international Preise

Zwei lange und vier kurze Filme sind am Wochenende an internationalen Festivals ausgezeichnet worden.

22.11.2010

Zwei lange und vier kurze Filme sind am Wochenende an internationalen Festivals ausgezeichnet worden. Der Dokumentarfilm «Die Frau mit den 5 Elefanten» von Vadim Jendreyko erhielt den Prix Image an den 13. Rencontres internationales du documentaire (RIDM) in Montreal (10. bis 21. November 2010). Am 51. Festival dei Popoli in Florenz (13. bis 20. November) gewann «Nel giardino dei suoni» von Nicola Bellucci den Publikumspreis, während am selben Festival zwei kurze Schulfilme prämiert wurden: «Cotonov Vanished» von Andreas Fontana holte sich den mit 2'500 Euro dotierten Preis des Besten Kurzfilms und «Maye et fils» von David Maye den «Lorenzo de’ Medici»-Preis im Wert von 1'000 Euro. Am 24. Leeds International Film Festival (4. bis 21. November) wurde der kurze Science-Fictionfilm «Yuri Lennon's Landing On Alpha 46» von Anthony Vouardoux zum «Méliès d’Or Short Film Nominee» gekrönt.

«Die Frau mit den 5 Elefanten», Preisträgerfilm des Schweizer Filmpreises «Quartz 2010» des Besten Dokumentarfilms, stand in Montreal zusammen mit 22 weiteren Filmen im Wettbewerb «Caméra-stylo». Der von einer dreiköpfigen Jury ausgewählte Prix Image wird von der Allianz der Bild- und Tontechniker in Québec vergeben.

Am Festival in Leeds hat die ebenfalls dreiköpfige Jury den letzten Ausstich für die Nomination zum Méliès d'Or gegeben: «...Yuri Lennon hatte etwas Spezielles, ein Juwel reinsten SF-Filmschaffens. Gezeigt als ein durchgehender Kameraschwenk, packt er so viel hinein, während er so wenig zeigt. Von der Erzählung her erinnert er wundervoll an die verrückten Comics der 50-Jahre! Wir erzählen nicht mehr über den Film, den Sie sich ansehen müssen - während Sie im Geist «I'm A Lonesome Cowboy» summen...». Der Kurzfilm «Yuri Lennon's Landing On Alpha 46», der bereits fünf Preise bekam, ist nun unter den zwölf Filmen im Rennen für den Besten europäischen Fantasy Film, der im Oktober 2011 anlässlich des Filmfestivals im katalanischen Sitges vergeben wird. Der Meliès d'Or ist eine Auszeichnung für kurze und lange Filme, welche von der europäischen Vereinigung der Fantasy Film Festivals (EFFFF) mit rund 20 Mitgliedern vergeben wird.

Am 51. Festival dei Popoli in Florenz, welches dem Dokumentarfilmschaffen gewidmet ist, hat die Jury - bestehend aus den Cineasten Michelangelo Frammartino (Italien), Lech Kowalski (USA), dem Direktor des Festivals Cinéma du Réel in Paris, Javier Packer-Comyn, der Tessiner Produzentin Tiziana Soudani und der Beraterin der Mostra di Venezia, Aliona Shumakova (Russland) - den Film «Cotonov Vanished» (HEAD, Genf) als Besten Kurzfilm ausgewählt. In der Begründung hält die Jury fest: «Wenn ein Marsmensch diesen Kurzfilm sehen würde, könnte er die Erde besser verstehen». Der Film «Maye et fils» (ECAL, Lausanne) wurde von der Studentenjury ausgezeichnet «für seine Fähigkeit, drei Generationen im Konflikt mit menschlichem und bewegtem Blick zu zeigen und damit die privaten und familiären Themen universell zu machen.» Der Publikumspreis in Florenz ist bereits die dritte internationale Auszeichnung für «Nel giardino dei suoni» nachdem er an den Solothurner Filmtagen den Prix Soleure 2010 gewonnen hat.

Ausserdem erhielt die Genfer Filmemacherin Eileen Hofer für ihren neuen Kurzfilm der «Soap Opera In Wonderland» am 30. Festival International du Film in Amiens (12. bis 20. November) eine lobende Erwähnung beim Femis-Preis (Sektion Junge europäische Autoren), welcher von ehemaligen und aktuellen Studenten der Pariser Filmschule vergeben wird.

Genf, 22. November 2010

 

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