Fünf Schweizer Dokumentarfilme in Nyon ausgezeichnet

Der Publikumspreis der Stadt Nyon ging am 17. Festival «Visions du Réel» an den Film «An African Election» von Jarreth Merz.

14.04.2011

Der Publikumspreis der Stadt Nyon ging am 17. Festival «Visions du Réel» an den Film «An African Election» von Jarreth Merz. Der Preis ist mit 10'000 CHF dotiert. Die aus drei internationalen Filmprofis zusammengesetzte Jury «Schweizer Film» verlieh den Preis SRG SSR im Wert von 10'000 CHF an die deutsch-schweizerische Koproduktion «Raising Resistance» von Bettina Borgfeld und David Bernet und den Preis der Autorengesellschaften SSA und Suissimage – ebenfalls mit 10'000 CHF dotiert – an die französisch-schweizerische Koproduktion «Les lessiveuses» von Yamina Zoutat.

«Eine ruhige Jacke» von Ramon Giger erhielt gleich zwei lobende Erwähnungen: Neben der Jury «Schweizer Film» sprach sich auch die Jury «Regard Neuf» für diesen Film aus und begründete ihren Entscheid: «Ein sehr sensibler Film, der den Zuschauer in die Welt eines Autisten führt. Eine aussergewöhnliche Arbeit über die Wahrnehmung und den Ausdruck. Hier wird der Film als Instrument eingesetzt».

Die Jury «Premiers Pas» verlieh den Preis der Loterie Romande Waadt und Genf im Wert von 2'500 CHF an den Film «Con la licencia de dios» von Simona Canonica. In ihrer Begründung hält die Jury fest: «Es handelt sich um einen Grenz-Film, der von einem Anderswo und vom Warten erzählt, auch von der Absenz in einem Dorf inmitten der Wüste, in der Mitte von Nirgendwo. Er spielt indirekt auf die Lebensbedingungen jener an, die gehen mussten, und jener, die geblieben sind. In dieser Zeit, die still zu stehen scheint, taucht eine Kraft auf und durchzieht den ganzen Film: Die Kraft einer Frau, die dem Film Leben einhaucht, vom Anfang bis zum Schluss».

Zürich, 14. April 2011

 

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