Montreal zeigt zehn neue Schweizer Filme und ehrt Bruno Ganz

16.08.2006

An der 30. Ausgabe des Festivals des Films du Monde (FFM), welches vom 24. August bis 4. September 2006 in Montreal stattfindet, gilt dem Schweizer Filmschaffen dieses Jahr erneut eine starke Aufmerksamkeit. Im internationalen Wettbewerb wird der in Alaska an der kanadischen Grenze gedrehte Film «Ultima Thula» von Hans-Ulrich Schlumpf (Prod. Ariane Film, Zürich) präsentiert. Dem berühmten Schweizer Schauspieler Bruno Ganz wird im Rahmen des 30. Jubiläums des Festivals eine Hommage zuteil, u.a. wird «Vitus» von Fredi M. Murer gezeigt.
In der Sektion «Regards sur les cinémas du Monde» werden der an der Berlinale uraufgeführte Film «Nachbeben» von Stina Werenfels (Prod. Dschoint Ventschr, Zürich) sowie die in Locarno erstmals gezeigte Filme «Mon frère se marie» von Jean-Stéphane Bron (Box Productions, Renens) und «La vraie vie est ailleurs» von Frédéric Choffat (Rita Productions, Genf) präsentiert. Ebenfalls in der Reihe «Regards sur les cinémas du Monde» laufen die Kurzfilme «De la part de Jules» von Thibaut Kahlbacher und «Männer am Meer» von Reto Caffi sowie der neue Animationsfilm «Jeu» von Georges Schwizgebel.


Ausser Wettbewerb läuft die italienisch-schweizerische Koproduktion «Volevo solo vivere» von Mimmo Calopresti (Koprod. Ventura Film, Meride) und im Wettbewerb der Erstlingsfilme der mit Mauritius koproduzierte «La cathédrale» von Harrikrisna Anenden.


Die Hommage an Bruno Ganz umfasst neben «Vitus» (Hugofilm, Zürich) vier vom Schauspieler selbst ausgewählte Werke, den Schweizer Filmklassiker «Der Erfinder» von Kurt Gloor (1980), die italienisch-schweizerische Koproduktion «Pane e tulipani» von Silvio Soldini (2000) sowie die deutschen Filme «Messer im Kopf» von Reinhard Hauff (1978) und «Der Untergang» von Oliver Hirschbiegel (2004). Im Rahmen einer Ehrung der französischen Schauspielerin Bulle Ogier zeigt das Festival zudem Alain Tanners Meisterwerk «La Salamandre» (1971).


Das Festival des Films du Monde, welches das grösste Filmfestival in Montreal ist und von der internationalen Produzentenvereinigung FIAPF als einziges Wettbewerbsfestival in Nordamerika anerkannt ist, widmet dem Schweizer Filmschaffen jedes Jahr grosse Aufmerksamkeit. Zu den Preisträgern des Festivals gehören Fredi M. Murer, der 1998 mit «Vollmond» ex aequo den Grand Prix des Amériques gewann, und Peter Volkart, dessen Kurzfilm «Terra Incognita» 2005 mit dem Grand Prix du court métrage ausgezeichnet wurde.


Zürich, 16. August 2006
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