Sundance 2011: Schweizer Dokumentarfilm im Rennen

Der Dokumentarfilm «An African Election», eine schweizerisch-amerikanische Koproduktion von Jarreth Merz, läuft im Wettbewerb des 27. Sundance Film Festival.

18.01.2011

Der Dokumentarfilm «An African Election», eine schweizerisch-amerikanische Koproduktion von Jarreth Merz, läuft im Wettbewerb des 27. Sundance Film Festival, welches vom 20. bis 30. Januar 2011 im Wintersportort Park City und in Salt Lake City, der Hauptstadt des Bundeslandes Utah, stattfindet. Damit setzt sich die erfolgreiche Präsenz des helvetischen Dokumentarfilmschaffens an dem von Robert Redford gegründeten Festival fort. Letztes Jahr gewann der Schweizer Filmer Christian Frei den World Cinema Directing Award.

«An African Election» verfolgt im Jahr 2008 die Wahlen im afrikanischen Kleinstaat Ghana, wo der 1970 in Zürich geborene Regisseur Jarreth Merz aufgewachsen ist. Im Gegensatz zu den jüngsten Ereignissen an der Elfenbeinküste und trotz einem leidenschaftlich geführten Wahlkampf anerkennt der unterlegene Anwärter auf das Präsidentenamt seine Niederlage und reicht seinem Gegner die Hand. Indem der Regisseur Zugang zu beiden politischen Lagern hatte, gelingt es Jarreth Merz spannungsvoll, den in der internationalen Öffentlichkeit kaum wahrgenommenen Wahlkampf und den Sieg der Demokratie aufzuzeigen. Der von der Tessiner Firma Amka Film und dem Fernsehen RSI koproduzierte Film lief bereits Ende 2010 am IDFA Dokumentarfilmfestival in Amsterdam.

Zürich, 18. Januar 2011

 

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