Vielfältiges Schweizer Dokumentarfilmschaffen am Festival Visions du Réel 2005

07.04.2005

Die Schweiz ist mit 33 Filmen am diesjährigen internationalen Filmfestival Visions du réel vertreten, das vom 18. bis 24. April 2005 in Nyon stattfindet. Drei Schweizer Dokumentarfilme werden anlässlich dieser 11. Ausgabe des Festivals im Wettbewerb uraufgeführt: «Exit» von Fernand Melgar, ein Film zum umstrittenen Thema des Rechts auf Sterben, «Maria Bethania, musica é perfume» von Georges Gachot, welcher der berühmten brasilianischen Sängerin gewidmet ist, sowie «Josh’s Trees» von Peter Entell, eine Reise der Freundschaft, mit welchem das Festivals in Nyon eröffnet wird.
Unter den 17 im internationalen Wettbewerb gezeigten Beiträgen befinden sich zwei weitere in Koproduktion mit der Schweiz entstandene Filme: «Massaker» von Monika Borgmann, Lokman Slim und Hermann Theissen (Deutschland/Libanon/Frankreich/Schweiz) und «Conquistadors of Cuba» von Arto Halonen (Finnland/Schweiz). In der Erstlingswerken gewidmeten Sektion Regards neufs laufen «Melodias » von François Bovy sowie zwei Kurzfilme, «Spleen» von Garance Finger und «Carnògica» von Martina Jacoma. Das Festival reflektiert die überaus reiche Schweizer Dokumentarfilmproduktion in der Reihe Helvétiques, wo 17 neue Filme aufgeführt werden, darunter «Coca - Die Taube aus Tschetschenien» von Eric Bergkraut, «Donde esta Sara Gomez?» von Alessandra Müller, «Family Music: the Music of Christian & Wolfgang Muthspiel » von Pierre-Yves Borgeaud, «Gramper und Bosse – Bahngeschichten» von Edwin Beeler, «JMH, une passion» von Francis Reusser und Emmanuelle De Riedmatten, «L’usine» von Alex Mayenfisch, « Les hommes du tunnel » von Marcel Schüpbach, «Monotone, mon automne?» von Marie-Jeanne Urech, « Sans moi, Ohne mich, Senza di me» von Danilo Catti und « Trois jeunes femmes (entre la vie et la mort)» von Richard Dindo. In der Sektion Tendances schliesslich werden die Filme « Le Souffle du désert : des hommes en quête de sens » von François Kohler (Schweiz/Kanada), der Kurzfilm «Agbar» von Véronique Goël, «Brasileirinho» de Mika Kaurismäki (Finnland/Schweiz) und «Brother Yusef» von Werner Penzel und Nicolas Humbert (Schweiz/Deutschland) gezeigt.

Um das zwanzigjährige Bestehen von Climage – eine Gruppe unabhängiger Regisseuren aus Lausanne – zu feiern, zeigt «Visions du Réel» einen repräsentativen Querschnitt durch die Filme ihrer Mitglieder, insbesondre von Stéphane Goël, Yves Kropf, Alex Mayenfisch und Fernand Melgar.

Die internationale Marktplattform Doc Outlook ist ein Begegnungs- und Informationszentrum für Filmfachleute, wo mit Unterstützung von SWISS FILMS auch eine Anzahl zusätzlicher Schweizer Filme visionier werden können. Das Ziel von Doc Outlook ist es, die Promotion, den Vertrieb und die Koproduktion von Dokumentarfilmen zu stimulieren. Dieses Jahr gilt der Fokus dem Swiss-Finnish Point, einem Projekt, dank welchem drei im Festival gezeigte finnisch-schweizerische Koproduktionen entstanden sind: «Conquistadors of Cuba» von Arto Halonen, «Brasileirinho» von Mika Kaurismäki und «Coca - Die Taube aus Tschetschenien» von Eric Bergkraut. Am Montag, den 18. April organisiert Doc Outlook eine Treffen, an welchem erneut ein Dutzend schweizerische und finnische Projekte vorgestellt werden.

Genf, 7. April 2005


Weitere Informationen zum Festival und zu den Filmen unter
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