Schweizer Filme an der Mostra in Venedig

30.07.2009

Der mit Spannung erwartete Spielfilm «Pepperminta» von Pipilotti Rist (Prod. Hugofilm Zürich) feiert an der 66. Mostra internazionale d’Arte Cinematografica in Venedig Premiere, die vom 2. bis 12. September 2009 stattfindet. Der Film der international renommierten Schweizer Künstlerin läuft im Wettbewerb der Reihe «Orizzonti», wo zwei weitere Schweizer Produktionen erstmals gezeigt werden: Der Dokumentarfilm «Hugo en Afrique» des Tessiner Regisseurs Stefano Knuchel und der Spielfilm «La Berceuse» der Tunesierin Raja Amari, eine Koproduktion der Genfer Firma Akka Films.
Die Preise Premio Orizzonti und Premio Orizzonti Doc werden von einer fünfköpfigen Jury vergeben, welche der spanische Produzent Pere Portabella präsidiert. Ihr gehören der luxemburgische Künstler und Filmemacher Bady Mink, die koreanisch-amerikanische Regisseurin Gina Kim, der indonesische Regisseur Garin Nugroho und der italienisch-amerikanische Regisseur Gianfranco Rosi an.



Die 47-jährige Videokünstlerin Pipilotti Rist zeichnet mit «Pepperminta» ihren ersten Kinospielfilm. In der «Contemporary Fantasy» macht sich Pepperminta gemeinsam mit ihren Freunden auf, die Welt auf schalkhaft-subversive Art zu retten. Der Film kommt unmittelbar nach seiner Uraufführung in Venedig (5. September) am 10. September in die Schweizer Kinos (Verleih: Frenetic). Mit «Hugo en Afrique - Dans le labyrinthe africain de Hugo Pratt» legt der 43-jährige Locarneser Regisseur Stefano Knuchel nach «Nocaut» einen neuen Dokumentarfilm vor. Er ist Hugo Pratt gewidmet, dem italienischen Comic-Autor und Erfinder der legendären Figur Corto Maltese. Die 38-jährige in Tunis geborene und an der Filmschule Femis in Paris ausgebildete Regisseurin Raja Amari schaffte sich 2002 mit «Satin Rouge» einen Namen. Ihr neuer Spielfilm «La Berceuse» basiert auf einem von ihr zusammen mit dem Westschweizer Autor Antoine Jaccoud geschrieben Drehbuch. Die Bilder des Films gestaltete der in Paris lebende Tessiner Kameramann Renato Berta. Er wird am 11. August im Rahmen des Internationalen Filmfestivals Locarno mit dem «Premio Cinema Ticino» (Tessiner Filmpreis) ausgezeichnet. Die Verleihfirma Filmcoopi bringt «La Berceuse» in der Schweiz in die Kinos.



Abgesehen von den in der Sektion CortoCortissimo gezeigten Kurzfilmen – «Ich träume nicht auf Deutsch» von Ivana Lalovic im Jahr 2008, «Dans la peau» von Zoltán Horvath 2007 und «113» von Jason Brandenberg 2005 – war die Schweiz in Venedig in den letzten fünf Jahren nur mit Koproduktionen präsent. 2004 stand das Spielfilmdebüt «Tout un hiver sans feu» von Greg Zglinski im internationalen Wettbewerb und gewann zwei Preise.



Zürich, 30. Juli 2009
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