Schweizer Filme gewinnen Preise an internationalen Festivals

Vier lange und zwei kurze Schweizer Filme sind in den vergangenen Tagen an internationalen Festivals ausgezeichnet worden.

15.11.2010

Vier lange und zwei kurze Schweizer Filme sind in den vergangenen Tagen an internationalen Festivals ausgezeichnet worden. Der Dokumentarfilm «Space Tourists» von Christian Frei, der sich bei den Oscars um eine Nomination in der Kategorie «Documentary Feature» bewirbt, gewann den mit 5'000 Euro dotierten Grand Prix Graz am 22. Internationalen Berg und Abenteuer Filmfestival in Graz, welches vom 9. bis 13. November in Österreich stattfand.

Es ist bereits die achte Auszeichnung für den Film «Space Tourists» seit seiner Uraufführung am Zurich Film Festival im Oktober 2009. Die dreiköpfige Jury des Festivals, welches dem alpinen und ethnologischen Filmschaffen gewidmet ist, hat den Grand Prix Graz wie folgt begründet: «Dieser Film überraschte uns, indem er uns in ein neues Reich von Abenteuern mit ungeahnten Aussichten mitnahm. Eine unwahrscheinliche Mischung aus Schrotthändlern, früherem Wettrennen um das Weltall im Kalten Krieg und reichen, amerikanischen Raketen-Touristen.»

Am 6. Saturno International Film Festival in der Nähe von Rom (8. bis 13. November) gewann die Doku-Fiktion «Hugo Koblet - Pédaleur de charme» von Daniel von Aarburg den «Saturno d'oro» des Besten Films. Das Festival war Mythen und Legenden im Kino gewidmet. «Sinestesia» von Erik Bernasconi erhielt am 8. Festival Europeu de Cinema per a Televisió (3. bis 7. November) im katalanischen Igualada den Preis der Jugendjury.

Der von der Tessiner Firma Ventura Film in Meride koproduzierte Film «Le quattro volte» des Italieners Michelangelo Frammartino bekam indessen zwei Hauptpreise: Den Grand Prix des Besten Films am 12. Bratislava International Film Festival (5. bis 11. November) «für die lyrische Evozierung des Zyklus von Leben und Tod» und den «Dox:Award» - die höchste Auszeichnung - am 8. CPH:Dox International Documentary Film Festival in Kopenhagen (4. bis 14. November) «für seine Fähigkeit den erweiterten Sinn kleiner Dinge mit schwarzem Humor aufzuzeichnen». Die Jury beschreibt den Film als «eine humoristische Fabel, welche ein völlig neues Filmgenre darstellt: Den mythischen Dokumentarfilm».

Was die Schweizer Kurzfilme angeht, so erhielt der Animationsfilm «Schlaf» von Claudius Gentinetta und Frank Braun am 34. Festival internacional de cinema de animação im portugiesischen Espinho (8. bis 14. November) eine lobende Erwähnung der Jury. Der experimentell gestaltete Kurzspielfilm «La forêt» von Lionel Rupp ist ebenfalls mit einer lobenden Erwähnung bedacht worden: Am 55. Cork Film Festival (7. bis 14. November), befand die Jury, dass es «...zweifelsohne der ungewöhnlichste und überraschendste Film im Wettbewerb» dieses irischen Festivals war.

Genf, 15. November 2010

 

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