Weltpremieren von Schweizer Filmen in Montreal

20.08.2007

Am 31. Festival des Films du Monde, welches vom 23. August bis 3. September 2007 in Montreal stattfindet, sind sechs lange Schweizer Filme und Koproduktionen zu sehen – drei davon als Welturaufführungen. Im Wettbewerb läuft der bereits in Locarno auf der Piazza Grande präsentierte „1 Journée“ von Jacob Berger (Prod. Vega Film Zürich). Als Weltpremiere wird „Bersten“ von Michael Finger (Prod. Les Jeunes Toqués, Lichtensteig) im Wettbewerb der Nachwuchsfilme gezeigt. In diesem jenseits der üblichen Förder- und Produktionsstrukturen hergestellten Film stehen ein junger Bauer, eine Ärztin und eine alleinerziehende Mutter im Mittelpunkt, die durch einen Schicksalsschlag einen ihnen nahe stehenden Menschen verloren haben.
In der Sektion Regards sur les cinémas du monde wird „L’autre moitié“, der in Koproduktion mit Belgien entstandene dritte Spielfilm von Rolando Colla (Prod. Peacock Film Zürich) uraufgeführt. Darin kommen zwei Brüder maghrebinischer Herkunft nach 35 Jahren Trennung wieder zusammen und spüren, wie sich eine Kluft der gegenseitigen Verdächtigung und der Rivalität auftut. Ebenfalls in der Sektion Regards sur les cinémas du monde läuft der Film „L’écart“ von Franz Josef Holzer (Prod. Sep & San, Genf), in welchem die von Michel Voïta gespielte Hauptfigur in eine Identitätskrise stürzt als er eines Tages seine eigene Frau nicht mehr erkennt.



Der Film „Egoiste – Lotti Latrous“ des deutschen Regisseurs Stephan Anspichler (Prod. York Street Productions, Hamburg) wird in Montreal als Weltpremiere in der Sektion Documentaires du Monde gezeigt. Der Film ist Lotti Latrous gewidmet, welche 2004 zur „Schweizerin des Jahres“ erkoren wurde, nachdem sie ein erfülltes Leben als Ehefrau und Mutter in der Schweiz verlassen hat, um sich in der Elfenbeinküste in einem Sterbehospiz Aidskranken Menschen anzunehmen. „Ceci est mon royaume“ von Daniel Schweizer (Prod. Rita Productions, Genf), der den Weg des elsässischen Kunsträubers Stéphane Breitwieser nachzeichnet, wird ebenfalls in dieser Dokumentarfilmreihe gezeigt.



Alle Schweizer Regisseure sowie Stephan Anspichler und Lotti Latrous sind in Montreal anwesend.



Zürich, 20. August 2007
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