ROTTERDAM

Fünf Weltpremieren aus der Schweiz am IFFR

28.01.2026

Mit einer umfangreichen Auswahl von 15 Filmen im Festivalprogramm – vom einminütigen Animationsfilm bis zu international koproduzierten Dokumentar- und Spielfilmproduktionen – kann sich das Schweizer Filmschaffen am International Film Festival Rotterdam (29. Januar – 8. Februar 2026) sehen lassen. Schweizer Nachwuchstalente sind Teil des Rotterdam Lab.

In der Sektion Bright Future, die Spielfilmdebuts von avantgardistischen Filmschaffenden präsentiert, läuft die Weltpremiere von WOLFGANG von Filmsaaz (Saazofilm). Die queere audiovisuelle Oper interpretiert das Leben des 22-jährigen Mozart neu, um die heutige Geschichte einer im Pariser Exil lebenden iranischen Künstlerperson zu erzählen.

Drei Filme sind in der Harbour-Sektion zu sehen: die Weltpremieren von FIRST DAYS, ein audiovisuelles Gedicht von Kim Allamand und Michael Karrer, in dem zwei Seelen im Limbo zwischen dem Irdischen und dem Jenseits darauf warten, weiterziehen zu können (Sabotage Filmkollektiv), sowie des autobiografischen Dokumentarfilms FAR FROM MAINE von Roy Cohen, welcher minoritär von der Genfer Produktionsfirma Akka Films koproduziert wurde. Ausserdem läuft in derselben Sektion THE EXPOSURE, Thomas Imbachs Adaptation von Arthur Schnitzlers Novelle Fräulein Else mit Deleila Piasko in der Hauptrolle (Okofilm Productions).

Die internationale Premiere des Experimentalfilmes WOUNDED EDGES von Yannick Mosimann läuft in der Sektion für kurze und mittellange Filme. In der Big Screen Competition feiert das Spielfilmdebut THE ARAB des algerischen Regisseurs Malek Bensmail, welches von Imagofilm Lugano koproduziert wurde.

In der Tiger Competition feiert der Spielfilm SUPPORTING ROLE der georgischen Regisseurin Ana Urushadze Premiere, an dem die Schweizer Produktionsfirma Cinetrain beteiligt war.

Schweizer Animation für Kleine und Grosse

In der Sektion «Cinema Regained», welche sich dem Filmerbe widmet, laufen drei Kürzestanimationsfilme aus der Serie ONE MINUTE MOVIES von Stefan Holaus und Nicolas Mahler (Langfilm). Vier weitere Schweizer Animationsfilme für das junge Publikum wurden für die Education-Programme selektioniert.

Im Programm «The Future Is NOW», welches das 60. Jubiläum der NOW (National Organisation for Women) feiert, wird in Zusammenarbeit mit der Cinémathèque suisse der Dokumentarfilm JUGEND UND SEXUALITÄT von 1979 gezeigt. Am Film des weiblichen Werkfilm Collective, war unter anderem die kürzlich verstorbene Schweizer Regisseurin Tula Roy beteiligt.

Branchenprogramm IFFR Pro

Dank der Partnerschaft von SWISS FILMS mit dem Rotterdam Lab können jährlich zwei Produzent:innen aus der Schweiz am Talentprogramm für Produzierende am Anfang ihrer Karriere teilnehmen. Dieses Jahr sind die Produzentin Julia Schubiger von Langfilm sowie der Produzent und Regisseur Damien Hauser (Hauserfilm GmbH), der seinen letzten Film MEMORY OF PRINCESS MUMBI in Toronto und Venedig präsentiert hatte, mit dabei.

Am CineMart, dem Koproduktionsmarkt von IFFR Pro, wird eine Auswahl bemerkenswerter Projekte der internationalen Branchenvertreter:innen vorgestellt, die auf der Suche nach finanziellen und kreativen Partnern sind. Mit der niederländisch-schweizerischen Koproduktion AFTER THE NIGHT, THE NIGHT von Naomi Pacifique (CH-Produktion: GoldenEgg Production, Yan Decoppet) sowie der kanadisch-schweizerischen Koproduktion WORSE TOGETHER von Luis De Filippis (CH-Produktion: Cloud Fog Haze Pictures, Micheal Graf) sind zwei Projekte mit Schweizer Beteiligung in der Selektion. Im CineMart Programm Darkroom wiederum ist die italienisch-schweizerische Koproduktion Làstima von Mario Piredda (CH-Produktion DOK MOBILE). Zudem wird in der CineMart Immersive Selektion das Schweizer Projekt, HIATUS – VR von Camille de Dieu und Laurent Novac (Produktion: Tell me a story SA, Hélène Faget) erstmals vorgestellt.

Zusammen mit German Films lädt SWISS FILMS Branchenvertreter:innen zu einem Network-Cocktail in Rotterdam ein.

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